Once upon a time (1)

oder: wie alles begann.

Eigentlich trägt eine Freundin schuld daran. Sie machte mich nämlich mit einem Online-Spieleforum bekannt, in dem man viele bekannte und neue Spiele kostenlos spielen konnte. Und ich fand da mein Lieblingsspiel. Trainierte meine Geschicklichkeit, vorausschauendes Denken, vertrieb mir die Zeit und bot Gelegenheit zum Chatten nebenbei. Man spielte nämlich gegen einen realen Gegner, hatte abwechselnd 15 Sekunden Zeit für einen Zug, und ja, so mancher nutzte die Zeit, in der er nicht am Zug war, hallo zu sagen. Woher kommst du. Wie alt bist du. Was machst du sonst so. Bist du verheiratet. Was hast du gerade an. Sowas halt.

Der Junge Mann war 30, wohnte in Dunkeldeutschland und trieb mir die Schamesröte ins Gesicht. Ich war damals nämlich nicht nur bieder, verheiratet und eingefahren, sondern auch noch selbstwertgeschädigt und im Selbstbild höchst unattraktiv. Er war anfangs wirklich vorsichtig, um mich nicht zu verprellen. Fragte, welche Worte für mich in Ordnung wären für gewisse Körperteile. Wie es denn wohl wäre, wenn er gleich unter dem Gartentisch säße und an meinem Geschlechtsteil spielen würde, während ich mit meiner Familie grillen würde. Ja, so in etwa ging das los.

Er weckte mich aus dem Dornröschenschlaf. Ermutigte und provozierte mich, mich wieder mit meiner Sexualität auseinander zu setzen. Mit Intimfrisuren zu experimentieren, mir Gegenstände, Gemüse in die Möse zu stecken, dies auch zu fotografieren (und ihm zu schicken), mit ihm herrlichsten Cybersex während der Spiele und am helllichten Tag zu haben, später auch in einem Privatchat bei unserem Mailanbieter. Er hat mich virtuell durch seine gesamte Wohnung gefickt, mich meine Vorliebe für Dirty Talk, Masturbation und eine leicht devote Ader entdecken lassen. Himmel, habe ich das genossen! Erst recht, als ich überraschend feststellte, dass er ein wirklich attraktiver Mann und alles andere als ein Loser war und auch meine Optik – jeglicher Körperteile – positiv kommentierte und ich so nach und nach mein Selbstbild verändern konnte. Ich war nicht mehr langweilig, bieder und unattraktiv, sondern sexy.

„Was wäre, wenn wir uns treffen würden?“ Vom jetzigen Erkenntnisstand aus kann ich sagen, dass er ein Tastenerotiker war und alles, was wir taten, genauso genoss wie ich. Aber sich wirklich treffen mit mir, das wollte er nie. Seine Frage jedoch löste bei mir heftige Hitzewallungen aus, Gedankenkarussell und ein spontan gedachtes NEIN. Aber letztlich brachte dies den Schritt herbei, dass ich mich mit dem Gedanken an die reale Umsetzung meiner Fantasien beschäftigte.

Und er trat etwas los. Meine Lust nämlich. Meine Lust, all dies öfter zu tun, nicht nur mit ihm. Mich auszuprobieren, andere Männer ebenfalls zu provozieren. Mehr, mehr, MEHR!

 

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