HÜA!

Herrenüberschuss, in Kreisen HÜ genannt, ist der Sex einer Frau mit mehreren Männern gleichzeitig. Das soll an Definition reichen. Vielleicht noch der Hinweis auf das „gleichzeitig“ als Abgrenzung zum Gangbang, bei dem Männer sich den Schwanz hart wichsen und warten, bis sie dran sind. Wer diese Frau ist, ist den teilnehmenden Männern dabei egal. Sie ist verfügbar, das reicht.

Ich mag HÜ. Ich mag es, von mehreren Männern gleichzeitig begehrt und gebraucht zu werden, genieße es, ausgefüllt zu sein und keine Pause in meiner Erregungskurve zu erleben. Darum ist es wichtig, dass diese Männer teamfähig sind und nicht nur ihre eigene Sache durchziehen, sondern im Bedarfsfall die Position wechseln, weil es der Befriedigung der FRAU dienlich ist.

Ein paarmal habe ich das im privaten Rahmen organisiert. Viel öfter aber nutze ich dafür den Club, weil mich das kaum Vorbereitung kostet und das gemeinsame Motto bereits den Grundstein dafür legt, was dann stattfinden kann. Je länger ich das tu, umso größer ist ja auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf solchen Events bereits Männer kenne – und sie mich – und ich daher darauf vertrauen kann, dass ich bekomme, was ich brauche. Meistens habe ich dann ohnehin einen Mann dabei (der aber vielmehr eine beobachtende und genießende Rolle einnimmt), aber auch alleine haut das immer hin.

So fuhr ich also mit Begleitung. Durch eine gleichzeitige Verabredung und die Gästeliste war klar, dass ich mit 3 (+1) Männern fest zu rechnen hatte. Und dann ergibt es sich ja immer, dass einer bis zwei vor Ort zusätzlich in die engere Wahl kommen. Auf die Verabredung freute ich mich besonders, weil er mir bereits im gleichen Rahmen mehrfach zuvor derart die Sporen gegeben hatte, dass ich schon beim Gedanken daran das charakteristische Verlangensziehen in den Lenden verspürte. Er ist bisher der einzige Mann, der mir so auf den Arsch klatschen kann, dass es NULL weh tut und ausschließlich geil ist. Und dies, ohne aus dem Takt zu kommen!

So läuteten wir beide die Runde ein. Hm, das klingt jetzt wie bei einem Boxkampf. Ist auch ähnlich schweißtreibend, macht aber weniger blaue Flecke. Wie immer stellte es eine Herausforderung dar, den jungen Mann zu verschlucken, aber er hielt meinen Kopf an den Haaren ziehend wiederum so, dass er fast ohne Mühe hinein glitt. Nach einiger Zeit war uns beiden nach Wechsel des Loches (was jetzt wiederum nach Golf klingt. Hm.), und er ließ es wieder klatschen, so dass die Geräuschkulisse klatschen/stöhnen/dirty talk einem anderen guten Bekannten signalisierte, dass er langsam gebraucht würde. Ein weiterer junger Mann, den ich nicht kannte, der aber freundlich lächelnd und mit offensichtlicher Begeisterung zusah, wurde von meiner Begleitung dazu gewunken. Weil mein Reiter nun eine Pause benötigte, hieß ich ihn, sich hinzulegen, damit ich mich schräg über ihn beugen könnte. Schräg, damit der nette M. nun stoßen konnte. Er ist dabei weniger der Presslufthammer, dafür aber mit zuverlässiger Ausdauer gesegnet. Mein Mund war dabei abwechselnd mit dem Hengst und dem nett lächelnden jungen Mann beschäftigt. Und während ich letzterem mehr Aufmerksamkeit schenkte, inclusive meiner Hände, kam eine weitere Frau an die Matte. Das von meinem Begleiter geäußerte „Keine zweite Frau“ mag sehr knapp geklungen haben, dennoch ist dies ein Nein, das in Swingerclubs akzeptiert zu werden hat und nicht diskutiert werden darf. Weder von Männern, noch von Frauen. Die Dame aber reagierte mit einem „Wieso, die Männer gehören doch nicht dir!“ und einem gezielt spöttischen Lachen. Doch, wenn sie zu MIR auf die Matte gehen, gehören sie mir! Schließlich war dies eine Party mit Herrenüberschuss und nicht Rudelbums! Hengst lenkte mit leicht rollenden Augen ein: „Ich komm hinterher zu dir.“ – „Nein, ich frage nur einmal!“ – „Dann geh eben.“ Woraufhin sie weiterhin spöttisch lachte und herum zeterte, was denn die Zicke auf der Matte (sic: ich) für ein Problem hätte.

Erregungskurve: Minus 0. Da ging nichts mehr. Ich wurde wütend, hätte ihr auch gerne erklärt, warum ihr Verhalten unangebracht war. Nein akzeptieren! Wenn sie mit jemandem da liegt, komm ich auch nicht als Headhunter daher und mache ihn ihr abspenstig. Das ist eine Frage gegenseitigen Respekts. Und wenn mir jemand so offensichtlich die Respektlosigkeit entgegen knallt und das noch öffentlich zur Schau stellt, dann werde ich zum echt zum Tier. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie allergisch ich darauf reagiere, wenn mir jemand in unangemessener Art und in unangemessener Situation erklären will, ich sei nicht ok so, wie ich bin.

Der Abend war gelaufen. Die Wut ließ mich nicht los. Richtete sich dann gegen alle, die mir wohlgesonnen waren. Also fragte ich mich, was die Zicke auf der Matte für ein Problem hatte (sic: ich). So wurde aus Wut Selbstmitleid. Auf der Rückfahrt dachte und dachte und litt ich. Bis zum nächsten Morgen hielt das Leiden an, dann dominierte das Denken (mit Hilfe von außen). Ja, wenn ich nicht geliebt werde, dann bin ich ein echt armes Würstchen. Aber wie soll ich einer fremden Frau zwischen lauter kopulierenden Menschen erklären, was ich für ein Problem mit meiner Mutter habe?

 

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