emozentrisch

emo/zen/trisch

Adjektiv [faktisch nicht steig.] die eigenen Emotionen als den Mittelpunkt betrachtend und alles auf das eigene Ich beziehend.

Anwendungsbeispiele:

  • Auslassen der Fragen „Wie geht es dir?“ oder „Wie läuft es bei dir?“, da keinerlei Interesse am Befinden oder dem Leben anderer Personen besteht. Stattdessen sofortiges Klagen über eigene Krankheiten oder die Krankheiten des Mitbewohners, weil jene natürlich das eigene Leben schwerer machen.Gleichzeitiges Ignorieren der eigenen Krankheiten, welche wesentlich das Zusammenleben mit der eigenen Person erschweren/unmöglich machen.
  • Häufiges Platzieren von Vorwürfen wie „Du rufst ja nicht an“, „um mich kümmert sich ja keiner“ oder Klagen über das Verhalten anderer, welche irgendeine Art von Erwartungshaltung an Rücksichtnahme oder übliche Regeln sozialer Interaktionen an die eigene Person beinhalten.
  • Überwiegende Nutzung nonverbaler Kommunikation in Form von Gesten, welche auf schmerzhafte Körperteile hinweisen, Abwinken bei Angesprochen werden auf die inhaltliche Bedeutung des nonverbalen Verhaltens, Abwenden des Körpers als Signal des Desinteresses an weiterer Kommunikation, auch steigerbar durch Verlassen des Raumes oder Hauses, um zu Rauchen. Ebenso Nutzung nonverbaler Kommunikation in Form von verzerrter Mimik, auch bei Begrüßungen, nach Luft schnappen als Unterstreichung und vorsprachlicher Äußerungen wie „ach“, „Kind“, „(Name)“ als erschöpfende Antwort auf Fragen bzw. Aussagen.
  • Geschicktes Streuen von Aussagen, um die Emozentralität (früh) zu verdeutlichen und dauerhaft zu verfestigen: „Soll ich mich scheiden lassen?“, „Dein Vater wollte dich eigentlich abtreiben lassen, aber ich habe mich durchgesetzt“, „seine Familie war immer gegen mich“ oder „was soll ich denn machen?“ (in Kombination mit ausgeprägten nonverbalen Techniken).
  • Nicht definierbar, da kaum zu beobachten: Implementierung von Schuldgefühlen beim Gegenüber durch Verbindung o.g. Faktoren mit selektivem Weglassen direkter und klarer Kommunikation, Lob, Anerkennung der Person und ihrer Leistungen, Zurkenntnisnahme oder Förderung ihrer Interessen.
  • Emozentrismus ist nicht temporär, sondern überdauernde Persönlichkeitseigenschaft und somit nicht veränderbar. Die Akzeptanz der Eigenschaft anderer ist trainierbar, das Training benötigt lediglich 20-25 Jahre.

 

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