Anonym

tomandifrankpaulchristiansaschatobiaspavelkaihannespepejensahmedtimralf holgerandysvenstefandanielrobertandrémichadirk. Und vielleicht ein paar Namen, die ich verdrängt habe. Nicht in dieser Reihenfolge, in einigen Fällen mehrfach. Aber immer im Pornokino.

Und seit Samstag auch Olli. Ok, so anonym war es dann nicht… Mir war durch all die Geilheit, die sich seit dem Chatten aufgestaut hatte, nach jemandem, den ich nicht kenne. Ohne vorher viel zu schreiben, Gemeinsamkeiten zu checken, kein intellektueller Austausch. Nur casual Sex.

Also war ich seit Langem mal wieder im Pornokino. Das erste Mal alleine, ohne Verabredung und ohne Not, weil der eigene Internetanschluss noch nicht gelegt ist. Trotz der Geilheit aber mit den üblichen Regeln und Vorlieben im Blick, was körperliche Attraktivität, Alter, Ausstrahlung angeht.

Der Mann, der neben mir am Internetterminal saß, schied schon aus. Find‘ ich auch seltsam, dass jemand in einem Kino, in dem in geschätzten 20 verschiedenen Räumen 20 verschiedene Filme laufen, im Internet Pornostreifchen schaut. Aber jeder, wie er mag.

Der junge Mann auf dem Sofa daddelte mit seinem Handy rum. Entweder tat er beschäftigt/uninteressiert, um nicht zu suchend auszuschauen, oder er wartete auf eine Verabredung, die nicht mehr kam. Oder sie war schon weg, und er blieb einfach. Kennt man ja.

Der Mann auf einem anderen Sofa war schmierig und zu alt. Schaute immer herüber, starrte fast. Unangenehm, den würd‘ ich nichtmal gegen Geld ranlassen.

Ein paar schlichen so hin und her, blieben mal an dem Glaskasten mit den Dates stehen („biete mich zur Benutzung an, williger Sklave… Tel….“). Unbrauchbar.

Olli trat an mich heran: „Darf ich dich ansprechen?“ (Tust du doch schon.) Nein, ich möchte nicht klagen. Groß, jung, sehr freundlich und höflich – was man hier äußerst selten erlebt! – ergo ein Treffer. Dass Männer mit 24 heutzutage Vollbärte tragen („ich sähe sonst aus wie 17“) ist zwar aus meiner Sicht eine Mode, die bald vorüber gehen darf, aber das Gesamtpaket war attraktiv, gepflegt und passend.

Das Paket, das ich dann auspackte, war ebenso attraktiv und passend, und seinen Lautäußerungen durfte ich entnehmen, dass es ihm mit dem von ihm ausgepackten Paket ebenso erging. Wir hatten eine Stunde, bis der Laden dicht machte. Und wir nutzten sie, bis das Licht anging. Zu dem Zeitpunkt waren beide Kondome verknotet und die Liegefläche wieder trocken gewischt.

Das mach ich mal wieder! Vielleicht mit Olli, mit dem ich Nummern ausgetauscht habe (wenn er mal wieder auf Montage in der Gegend ist), vielleicht lasse ich mich aber auch überraschen, wer dort beim nächsten Mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

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