Repossessing

Die Bettwäsche ist noch nicht getrocknet. Sowohl auf dem Laken, als auch auf der Bettdecke sind noch die Spuren des Tages zu fühlen. Mein schwarzer Rock hat Flecken – sie sind von mir selbst. In diesem Bett mischen sich Gerüche, Eindrücke, Erlebnisse, Gespräche, Sex der letzten Woche.

Während er mich streichelt, mich massiert, fragt er mich. Er fragt nach Samstag. Fragt nach Sonntag. Fragt nach dem Montag zuvor. Will vor allem von heute Nachmittag erfahren, während ich selber noch sortiere, wie es mir damit geht.

Je mehr ich erzähle – im Plauderton, kichernd, schwärmend – umso erregter wird er. Meine Worte können das nicht entfernt so gut wiedergeben, wie es seine eigenen taten.

Haut an Haut. Wärme. Vertraute Gerüche. Aufgestaute Lust. Nach Hause kommen. Es ist sein Stolz auf diese Frau (sic:mich), das Verlangen nach ihrer Hitze und Nässe, die ihn hineinziehen. Tief in das Zuhause. Einfach darin baden. Halten. Mich wieder in Besitz nehmen. Mein Mann. Ich bin seine Frau.

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