Nicht mit mir!

Ort: Indoorspielwelt.

Zeit: Vor wenigen Jahren.

Anwesende: 3 Erwachsene (L, M und S), 2 Kinder.

M: „Wie hast du ihn denn kennen gelernt?“

L: „Auf einer Fortbildung.“

M und S sind Muggels. Nichtswinger. Denen die wahren Umstände zu erklären, hätte Etliches an Anschlusserklärungen bedurft und wegen der Anwesenheit der Kürzeren auch Fragen aufwerfen können, die ich dringend vermeiden musste. Auch, wenn die Kürzeren nun in der Halle verschwanden.

M: „Weil da steht, ihr seid in einer offenen Beziehung. Wann wird die denn fest?“

L: „Fest ist sie ja. Aber eben nicht geschlossen. Sondern offen.“

M: „Aha.“ Zu S gewandt mit so viel Augenzwinkern und Hundeblick, dass sie zwar verkaufen könnte, es sei ein Scherz gewesen, es dennoch ernst meinend: „S, können wir auch eine offene Beziehung haben?“

S: „Bist du bescheuert? Ohne mich! Dafür musst du dir einen anderen Dummen suchen.“

2 Jahre später: M wirft S raus, weil dieser wiederholt sein eigenes Ding gemacht hat. Nicht einmal primär sexuell.

Gegenwart: S wird Vater. Nicht des Kindes von M. Während der Schwängerung dieser Dame lebte er noch mit M zusammen, hatte auch noch Sex mit ihr. („Ach, Schatz, lass uns doch heute mal ausnahmsweise und nur zum Spaß ein Kondom benutzen“ – nein, das sagte er nicht. Täte wohl keiner der Muggel in dieser Situation.)

L erfährt das. Lacht schallend!

Hachja. Diese Moral.

 

 

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2 Gedanken zu “Nicht mit mir!

  1. Tja, viele wünschen sich eine offene Beziehung, aber trauen sich nicht so etwas wirklich zu leben.
    Ich finde aber auch, dass es auch nicht so einfach ist eine Beziehung so zu beginnen. Diese Beziehung müsste ja hauptsächlich aus sexuellen Gründen entstehen um diese Freiheiten zu erlauben.
    Da die meisten Beziehungen in jungen Jahren aber auf Sympathie und Liebe aufbauen, oft mit dem Ziel eine Familie zu gründen, ist es sehr selten, dass sie später so offen wird.

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  2. Da gebe ich dir Recht. Ich würde auch niemals behaupten, dass die offene Beziehung für jeden und jederzeit die einzig richtige/wahre Beziehungsform ist. Wenn der Kinderwunsch abgeschlossen ist… man sich danach begegnet… geschieden vielleicht…man sich in einer „sexuellen Atmosphäre“ kennen lernt, dann ist das denkbar. Mensch muss sich auch grundsätzlich fragen, was mensch von einer Beziehung, vom Leben erwartet. Wenn mensch sich entscheidet, die Sexualität hinten an zu stellen und zugunsten einer engen Partnerschaft das Bedürfnis nach fremder Haut aufzugeben (oder dieses nicht hat), dann möge man geschlossen glücklich werden.

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