Es lebe die Massageliege!

Sie lebt schon eine Weile bei mir unter dem Bett. Zusammengeklappt und in der Tasche. Sie wurde noch nicht sehr oft gebraucht, weil im Schlafzimmer eigentlich kein Platz für sie ist, um dann noch bequem drumherum gehen zu können.

Aber immer dann, wenn sie in Gebrauch ist, macht sie mich ganz zur Muschi.

Eins nach dem anderen. Es beginnt mit einer Massage. Von jemandem, der es kann. Entweder als Tantra- oder als klassische Massage, je nachdem, was der betreffende Kerl gelernt hat. Welcher Mensch genießt nicht gerne eine fachkundige Massage durch fähige Hände, mit warmem, gut duftendem Öl in entspannter privater Atmosphäre? Ich schon. Und da spielt es für mich keine Rolle, ob es mein Partner ist, ein erstes Date, dem ich vertraue oder ein alter Bekannter, von dem ich schon vorher eine Rundummassage erhalten habe. Wenn er meinen Nacken knetend und streichend massiert, die Schulterblätter, den gesamten Rücken, dann genieße ich. Wenn er Verspannungen löst, sich Zeit nimmt, weil er es genießt, mich nackt daliegen zu sehen und meine weiche und glatte Haut zu spüren, wenn er weiß, dass ich sein da-sein, seine Nähe, seine starken Hände, ihn genieße, dann ist das etwas, was beiden gut tut. Mein Rücken ist eine sehr erogene Zone. So erogen, dass ich mich schon darauf freue, dass er zum Po kommt, der noch viel erogener ist. Ich kann darauf vertrauen, dass er ihn walken wird, kneten, mit noch ein wenig mehr Öl durch die Falte streichen wird, um zu sehen, wie ich reagiere. Ich reagiere, indem mein Po sich leicht hebt. An diesem Punkt bin ich schon willig. Nach 15 Minuten Massage bin ich schon bereit für animalischen Sex. Aber wenn ich weiß, dass dieser Kerl massieren kann, dann warte ich ab, dann unterdrücke ich meine Gier noch etwas, um noch mehr Genuss durch Hingehaltenwerden, durch die Techniken des Streichens zu erfahren. Mal ganz abgesehen von dem Satz: „Den Verlauf der Massage bestimme ich, Frollein.“ Ich liebe es, so behandelt zu werden. Gezwungen zu werden, abzuwarten und auszuhalten.

Nein, nach dem Po kommen ja noch die Beine. Die werden bei Massagen viel zu oft vernachlässigt, es sei denn, man ist Leistungssportler. Und die Männer, mit denen ich es zu tun habe, mögen meine Beine. Wiederum haben alle etwas davon, dass die Haut durch die Finger glitscht.

Dann endlich heißt es „Umdrehen!“ Mit dem Gesicht hält Mann sich gar nicht auf, da geht es gleich an die Brüste. Und die brauchen Zeit, die sind nicht mal eben eingeölt und bestrichen, die müssen wirklich gut durch sein, von allen Seiten, nicht ohne zwischendurch die Nippel zu zwirbeln. Wenn ich auch sonst die Augen vor Wonne geschlossen habe, an dieser Stelle schaue ich zu ihm hoch und in die Augen. Ich will den Spaß sehen, den er dabei hat. Sein Grinsen. Immer das Gleiche, auch das genieße ich sehr.

Er massiert den Bauch. Wichtig für den Stoffwechsel, damit all das Fett da abgebaut wird. Naja, frau wird ja noch träumen dürfen. Vom Bauch kommt er zum Venushügel. Da hält er sich schon länger auf. Auch in der Leiste. Muschi selbst lässt er noch aus, die hebt er sich zum Finale auf. An dieser Stelle sieht er sie schon offen daliegen. Und diese Phase macht mich am allerallerheißtesten. Ich weiß nämlich aus Erfahrung, wie sie jetzt aussieht, geöffnet, glänzend, und das nicht nur vom Öl. Ich weiß, dass es aus ihr heraustropft, ohne dass ich das selber spüren kann. Ich spüre es erst, wenn er mit Fingern oder Hand über sie hinweggleitet, ich brauche die Rückmeldung über die Kinästhetik, ich nehme meine eigene Nässe erst durch die Art der Bewegung des anderen wahr. Und das kickt mich wiederum. Ich weiß natürlich, dass ich geil bin, aber das ist Kopf und Kino. Wie geil SIE dagegen ist, erfreut mich immer wieder. Ja, meine Muschi hat ein Eigenleben. Sie öffnet sich und wird nass, wenn ich nur an bestimmte Dinge oder Personen denke. Sie will dann empfangen. Das Fleisch ist willig, sie kann es nicht verbergen. Ich blase – sie ist nass. Ich schreibe jemandem, was ihn erwartet, wenn er mich trifft – sie ist nass.

Dann liege ich da, er massiert die Muschi, lässt die Lippen durch seine Finger fahren, reibt mit dem Handballen über Hügel, Klit und die gesamte Länge, reibt vertikal, reibt horizontal, hält die Klit zwischen Daumen und Zeigefinger, bleibt außen. An dieser Stelle male ich mir schon aus, wie seine Hand in mir verschwindet oder gar der ganze Kopf. Ich bin dann offen, willig, gierig, will gefüllt werden. Weil er sieht und riecht und fühlt, dass ich willig bin, dass ich ihm gehöre, dass er mit mir machen kann, was er will. Nackt da zu liegen, auf dem Präsentierteller, nur Frau, nur Fleisch, da bin ich pure Geilheit. Da will ich Schwanz, Hand, am besten im Plural, da dürfen sie von allen Seiten kommen. Da bin ich ganz Muschi, offen, bereit, empfangend, bettelnd und ebenso dankbar, wenn ich gefüllt werde.

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