Tag und Nacht

(1 – TAG)

Er lümmelt sich auf meiner Seite rum. Gibt mir ein Zeichen. Ich lümmele kurz zurück. Ja, alles ganz nett, aber kein Schlüsselwort, kein besonderer Reiz. Darum zögere ich. Er lümmelt sich wieder. Ich lese nochmal. 26, Student, aus der gleichen Stadt. Ok, ich öffne ihm die Tür, wer weiß, du vergibst dir ja nichts.

Wir reden über uns, über Vieles, er hat viel Charme, ist höflich, hat Hirn, ist genuin an mir interessiert. So soll das sein, sonst geht bei mir gar nichts. Er macht wirklich alles richtig. Und darum wechseln wir den Kanal.

Er ist mit der Bahn unterwegs, hat viel Zeit auf dem Weg. Und so werden wir persönlicher, tiefer, konkreter. Ich weiß noch, dass er meint „du scheinst die Art offener Mensch zu sein, den ich suche“. Ich antworte, offen könne ich gut, manchmal zu sehr, so dass ich dann manchmal enttäuscht würde, wenn meine Offenheit nicht erwidert wird. Jedenfalls freue ich mich wirklich, ihn zu treffen und kennen zu lernen und mich überraschen zu lassen, wie sich das möglicherweise zukünftig entwickeln könnte.

Weil er völlig unerfahren mit derartigen Internettreffen ist, will ich ihm den Einstieg erleichtern, aufweichen. Es gibt Salat, zwischen uns stehen Tapas, das alles in der Küche. Dazu ein süßer Rotwein. Als wir anstoßen, zittert seine Hand so stark, dass der Wein fast heraus schwappt. Hey, dafür habe ich doch Verständnis, mach dir keinen Kopf, alles wird gut. Du darfst hier einfach so sein, wie du bist, ich bewerte dich nicht. Danach sitzen wir auf dem Sofa und erzählen uns von unserem Alltag, unseren Zielen und Werten. Er eröffnet mir dann seinen wirklichen Namen, zuvor sei er vorsichtig gewesen. Meinetwegen… Mein Bücherregal ist bei den richtigen Menschen immer Thema, und eines drücke ich ihm mit freundlicher Empfehlung und den Worten „damit du auch sicher wiederkommst“ in die Hand. Auch um ihm zu zeigen – du magst jetzt völlig neben der Spur sein und verwirrt und unsicher, aber ich möchte dich trotzdem wiedersehen. Am Ende sind wir uns einig, dass wir es am heutigen Tag dabei belassen und keine weitere Ebene betreten. Zum Abschied will ich ihm einen Kuss geben. Er spitzt die trockenen Lippen. Während er noch unterwegs nach Hause ist, schreiben wir uns.

Zwei Tage später: ein Schild ähnlich „Einfahrt verboten“. Nanu? Ich schreibe ihm auf dem anderen Kanal, was denn da los sei? Keine Antwort. 5 Tage später merke ich an, dass das ja leider ein kurzes Vergnügen gewesen sei. Keine Antwort. Weitere 5 Tage später schreibe ich, ich hätte aber gerne mein Buch zurück. Keine Antwort. 2 Tage später: „Bald!“ Keine Antwort. Langsam werde ich wütend. Schreibe ihm, ich könne sehr gut damit leben, dass er mich nicht wiedersehen wolle, dann seien wir eben einfach nicht kompatibel. Aber dass er nicht den Mumm habe, mir das Buch zurück zu geben, das könne ich nicht akzeptieren, denn das sei Kindergarten. Keine Antwort. Eine Woche später muss ich nochmals darum bitten, es in meinen Briefkasten zu werfen. 3 Tage später eine Nachricht von ihm mit gerecktem Daumen. Da weiß ich, die Sache ist endlich beendet. Offenbar hat er das wirklich erst lesen wollen…

Gestern, andere Seite: das Foto da kommt mir bekannt vor. Klicke drauf – geht nicht. Da bin ich vorsorglich gesperrt worden. Da ich aber über Freunde verfüge, die mir in einem solchen Fall Screenshots machen, weiß ich, dass er gewechselt hat. Was ich da lese, lässt mich laut auflachen. Sieht er sich wirklich so? Ich versuche, mir nicht allzu viele Gedanken darüber zu machen, was ich denn falsch gemacht haben könnte.

(2 – NACHT)

Er lümmelt sich auf meiner Seite rum. Gibt mir ein Zeichen. Ich lümmele kurz zurück. Ja, alles ganz nett, aber kein Schlüsselwort, kein besonderer Reiz. Darum zögere ich. Er lümmelt sich wieder. Ich lese nochmal. 25, Student, aus der gleichen Stadt. Ok, ich öffne ihm die Tür, wer weiß, du vergibst dir ja nichts.

Wir reden über uns, über Vieles, er hat viel Charme, ist höflich, manchmal bewusst zweideutig, hat Hirn, Witz, ist genuin an mir interessiert. So soll das sein, sonst geht bei mir gar nichts. Er macht wirklich alles richtig. Und darum wechseln wir den Kanal.

Sein Foto in der Verkleidung vom Karneval ist echt heiß, ein echter Frauenmagnet. Er ist unkompliziert, aber helle. Witzig, scharf, ungeduldig. Zwei Tage später klingelt er an meiner Tür.

In meinem Flur nehme ich ihm die Jacke ab und frage mich noch kurz, ob sich das Treffen von neulich mit Mr. Tag wiederholt (dabei habe ich gar keinen Salat vorbereitet). Er packt mich, küsst mich, drückt mich an den Schrank – „wo ist dein Schlafzimmer, oder willst du es gleich hier?“ In den nächsten zwei Stunden tropft Schweiß auf meinen Rücken oder mein Gesicht, wir lachen, ich bettle, wir lachen wieder, es ist ein beiderseitiges Vergnügen.

Abgesehen davon, dass er kein Freund von Freundschaft+ ist, sondern mich vielmehr sporadisch der Abwechslung wegen vögeln will: ein Volltreffer. Gestern war er wieder hier.

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ONS 2.0

Wir schreiben August 2014. Es ist Freitag am frühen Abend, und ich bin im Chat. Er auch. Hier halte ich mich regelmäßig auf, der Chat ist an wie bei anderen Menschen der Fernseher nebenbei läuft.

Wir stellen recht schnell fest, dass wir auf einer Welle schwimmen. Die erste Gemeinsamkeit ist Humor, die zweite ist unsere Art, Leidenschaft zu definieren und die dritte, dass wir Bock aufeinander haben. Achja, die vierte: Spontaneität. Ob es denn für mich in Ordnung wäre, wenn er in der Nacht wieder los müsse, da er am nächsten Tag mit Freunden auf eine Hochzeit fahren würde.

Gegen drei Stunden später ist er hier. Als ich ihm auf dem Bürgersteig entgegen gehe, schenkt er mir ein Strahlen. Unsere Umarmung fühlt sich an, als würden wir uns bereits lange kennen, aber nicht, als würden sich Fremde zum Ficken treffen. Da kommen zwei zueinander, die viel gemeinsam haben, und zwar nicht nur auf der sexuellen Ebene.

Wir kümmern uns umeinander. Jeder Körperteil wird darin mit einbezogen, wenn auch der Anus jeweils im Mittelpunkt steht. In Ruhe. Leidenschaftlich, ja, aber nicht hektisch oder gierig. Obwohl wir nur wenige Stunden haben, lassen wir uns Zeit. Sogar dafür, hinterher meinen Kopf auf seiner Brust ruhen zu lassen und über Beruf, Vorurteile und Lebensanschauungen zu reden. Naher, inniger Sex zwischen Menschen, die sich verstehen.

In den nächsten Jahren ist nichts mit Spontaneität. Beide tun sich in Phasen psychischer Disbalance schwer mit langen Autobahnfahrten. Aber die Nähe bleibt in Form liebevoller Kommentare, Mails mit gegenseitigem Interesse, Geburtstagsgrüße, Feiertagsgrüße und zwinkerndem Geplänkel zwischendurch. Auch ohne ein Wiedersehen fühle ich, dass da ein Band besteht aus Gemeinsamkeit. Ein Gefühl, das nicht zu beschreiben ist. Und ich will weder auf „Liebe“ noch auf „Seelenverwandtschaft“ hinaus. Auf nichts weiter als auf „besonderes Band“.

Anlässlich seines Geburtstages schreiben wir uns. Ich wünsche ihm alles Gute und dass er bekommen möge, was er brauche.

… Meine Wünsche am heutigen Tag sind allerdings sehr viel profaner und fleischlicher. *ggg*

spaetsommer

Eine willige Möse und ein bereitgestreckter Arsch? *g*

Dies treffe seine Wünsche ziemlich genau, antwortet er. Und da ich doch so gerne bei der Erfüllung von Wünschen helfe, beginnen wir an jenem Tag, ernsthaft unser Wiedersehen zu planen. Es kommen noch ein paar Terminschwierigkeiten in den Weg, aber letztlich findet sich ein langes Wochenende, an dem ich die Regionalbahn steige.

Als ich ankomme, ist es spät. Wenigstens habe ich keinen Hunger, aber ich bin seit 17 Stunden auf den Beinen und nicht mehr die Jüngste. Darum stelle ich mich darauf ein, in seiner Wohnung einfach einzupennen. Aber nichts da: kaum knutschen wir, bin ich auch schon wieder wach. Erst zweieinhalb Stunden später, nachdem er der sonst dauernd lärmenden Studentenbrut über ihm gezeigt hat, was ’ne Harke ist, gehen wir zur Nachtruhe über. Friedlich, befriedigt, löffelnd.

Drei Übernachtungen bei ihm, in denen ich herrlich schlafe. Drei Frühstücke (der Art Deluxe, nackt in der Küche), zweimal auswärts essen, nachdem wir drei Tage lang seine Stadt und das Nachbarland spazieren gehend abgegrast haben. Die Blasen an meinen Füßen haben sich etwa 2 Monate später vollständig regeneriert, und es war jeden einzelnen Druckschmerz wert. Den Rest des Tages lümmeln wir auf dem Sofa rum und Musik bestimmt die Zeit. Viel, viel, viel Musik. Und viel, viel Schlagzeug. Natürlich auch viel, viel Sex. Eine wunderschöne Zeit mit guten Gesprächen, wie sie persönlicher kaum sein könnten. All das mit dem ständigen Gefühl der Vertrautheit. Ich genieße es sehr, bei ihm untergehakt durch die Stadt zu laufen. Jeder, der uns begegnet, wird zweifelsfrei denken, dass wir ein Paar sind. Und genau das sind die Begegnungen, die ich so schätze. Das Gefühl haben zu dürfen, dass mir jemand sehr nah ist, ohne Verbindlichkeit und grauen Alltag befürchten zu müssen. Nur das Gute der Beziehung.

 

—–

F., die letzte.

Er fragt mich, wie es mir gehe. Da ich gerade koche, lese ich die Nachricht zwar, antworte aber noch nicht. Das macht blaue Häkchen. Seine nächste Nachricht ist: „Offenbar ja.“ Das sieht er daran, dass ich lesen kann, also nicht tot auf der Straße liege? Da ich um seine Kränkbarkeit aus Erfahrung schon weiß, schreibe ich, ich hätte am letzten Abend zu viel Wein getrunken, in der Nacht zu wenig geschlafen, dafür aber zu viel gearbeitet, da ich wegen einer Fortbildung Überstunden hätte machen müssen. Also wolle ich nur essen, duschen und dann ins Bett. Es folgt eine scheinbar verständnisvolle, aber vor Sarkasmus triefende Antwort (Kurzform: er komme sich wie ein Idiot vor und gelobe Besserung). Nur zum Verständnis frage ich nach – er komme sich wie ein Idiot vor, weil ich viel um die Ohren habe?

Es folgt eine Tirade. Gerade bei Whatsapp kann ich den Erregungszustand einer Person daran ablesen, ob sie zusammenhängende, nachvollziehbare Sätze schreibt – dies über mehrere Zeilen – den Inhalt überprüft und dann abschickt. Nicht so er. Innerhalb einer Minute haut er 11 kurze Nachrichten raus, die sich um ihn drehen, seine Rückschlüsse und Konsequenzen inklusive eines Abschiedes und Kusses beinhalten und sehr offensichtlich nicht zur sachlichen Auseinandersetzung einladen. Zumal ich müde bin und keine Lust auf Streit habe. Nun glaubt er, ER habe den Kontakt beendet. Dabei spare ich mir nur, ihn über meine Rückschlüsse in Kenntnis zu setzen.

(Zitat karrierebibel:) Narzissten zeichnen sich vor allem durch fünf zentrale Charakteristika aus:

  • Ein übersteigertes Selbstbewusstsein, welches jedoch
  • immer wieder durch Aufmerksamkeit bestätigt werden muss,
  • ein starkes Streben nach Dominanz,
  • mangelnden Willen, die Gefühlen anderer in eigene Entscheidungen zu integrieren und
  • eine gewissen Rastlosigkeit und Ungeduld.

Entsprechend genervt sind wir von solchen Menschen. Was sie so anstrengend macht ist vor allem:

  • Ihr übersteigerter Wunsch nach Anerkennung und Bewunderung: Ihr gestörtes Selbstwertgefühl braucht dauerhaft Streicheleinheiten. Sie profilieren sich gerne und stellen sich bei jeder Gelegenheit in den Vordergrund.
  • Ihre mangelnde Kritikfähigkeit: Kritik verstehen sie als Bedrohung und können nur sehr schlecht damit umgehen.
  • Ihre mangelnde Empathiefähigkeit: Narzissten fällt es schwer, auf die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen einzugehen.

 

Man male sich seine Nachrichten/Antworten anhand dieser Aufzählung einfach selbst aus.

Er ist wieder da.

oder: F. die dritte.

Mitten in der Nacht weckt mich das Blinken meines Telefons. Die Nachricht ist zwar schon eine Stunde alt, aber erst jetzt dringt sie zu mir durch. Eine Nachricht unbekannter Nummer, aber noch bevor ich diese aus meiner schlauen Kartei heraussuchen kann, erkenne ich das Profilbild. Neujahrsgrüße, er wisse nicht, ob diese Nummer noch aktuell sei, aber er würde sich freuen, wenn man mal nach so langer Zeit einfach quatschen könnte.

Fast zwei Stunden kann ich nicht schlafen. Überlege, wie und ob ich antworte. Lese unsere Mails und Chats durch. Rufe eines seiner Videos auf. Und statt hier den dritten unabschickbaren Brief an ihn zu schreiben, schreibe ich ihm zurück. Dass wir im Laufe des Tages sicher ein paar Minuten finden würden.

Morgens zeigt er sich erst sehr ungeduldig und hätte es fast versaut. Später, als ich zwar antworte, aber auf Smileys verzichte, meint er „deine Begeisterung hält sich in Grenzen“ und stänkert herum. Es folgt ein Schlagabtausch, in dem auch Begriffe wie „bockiges Kind“, „in der Vergangenheit rumrühren“, „Schuld zuschieben“, „Rumhacken“, „Spiegeleffekt“ fallen, bis wir uns besinnen. Wir finden wieder eine gemeinsame Linie. Ich erfahre, dass sie ihre Beziehung geöffnet haben, er ebenso wie ich die gemeinsame Zeit nie vergessen hat und weiterhin Menschen mit dem selben „Gierlevel“ wie er selbst es hat in sein Leben lässt. Weil es spät wird und ich meinen Schönheitsschlaf brauche, vertagen wir uns.

Morgens um 6 Uhr: 8 neue Nachrichten. Unter anderem eine Sprachnachricht, die noch geflüstert ist und mich sofort zerschmelzen lässt. Es ist der schiere Wahnsinn, welche Wirkung seine Stimme auf mich hat. 14 Sekunden, und ich bin Butter. Weitere 8 Sekunden, und ich bin wieder verliebt. Ich habe gerade meinen Rechner bei der Arbeit hochgefahren, da kommen weitere 25 Sekunden, und die Drecksau steckt schon mit der Zunge zwischen meinen Beinen. Ich bitte ihn, mich bei der Arbeit zu verschonen, weil ich mich im Kontakt mit gewissen Personen ohnehin zusammenreißen muss, um meine Professionalität nicht aufzugeben, und wenn er dann dazwischenfunke, sei es mit meiner Contenance schneller dahin. Per Sprachnachricht (25 sek.) entschuldigt er sich dafür, kitzelt mich aber gleichzeitig weiter. Die 1:25 eine Dreiviertelstunde später lässt mich kribbeln, durchblutet mich, macht mich praller (so wie ihn in diesem Moment) und lässt mich extrem geil an den Arbeitsplatz zurückgleiten. Gleiten ist ernst gemeint, denn ich spüre beim Gehen, dass das, was er prophezeihte, natürlich tatsächlich eingetreten ist. (Während ich das schreibe und die Nachrichten höre, kommen 5 neue Nachrichten an). Das Foto, das er mir nach dem Duschen anbietet, schlage ich aus, um mich überhaupt noch konzentrieren zu können.

Nach Feierabend telefonieren wir eine halbe Stunde. Keusch, vielmehr auf den neuesten Stand bringend und sich gegenseitig vergewissernd, dass wir immer noch die Alten sind und nicht minder geil aufeinander. Vertraut, das ist sehr schön, als wären keine 5 Jahre vergangen.

Gleich wird das Foto da sein. Und ich betrachte es als Startschuss für eine neue Ära F. und luderliederlich.

Angebot (ich denke nur lesbar)

Wenn du mir mit dem Kinn auf dem Karton und mit Hundeblick nach oben gerichtet sagst „Bitte überschätzen Sie mich nicht…“, dann meinst du eigentlich „Bitte glauben Sie weiterhin an mich.“ Als ich dir sage, dass du deinen Satz mit dieser Geste relativierst, und ich das sehe – mit dem Zusatz „12 Semester Studium!“ – antwortest du: „Und weil Sie eine Frau sind.“ Vielleicht sagst du das überhaupt nur, weil ich eine Frau bin, das kannst nur du dir oder mir beantworten. Ja, vielleicht sehe ich das auch, weil ich eine Frau bin. Aber ich glaube, dass es auch an meiner Art zu kommunizieren liegt. Ich habe mir angewöhnt, klar und offen zu kommunizieren und auf Spielchen zu verzichten. Das macht mich klarer. Und da es weniger Töne zwischendrin gibt, die in mir herumschwirren, kann ich Zwischentöne bei anderen besser hören. Ich höre, wenn du sagst „Ich schaffe das nicht, ich bin eben so, das wird nicht klappen!“ und trotzdem stellst du dir den Wecker, um dich daran zu erinnern, etwas für dich zu tun. Du sagst, dass andere Menschen ein Problem mit dir haben und dich deshalb ablehnen, aber trotzdem suchst du immer wieder meine Nähe, auch wegen Nichtigkeiten. Ich glaube stellvertretend für dich an dich, und du nimmst es Stück für Stück an. Genau so funktioniert Beziehung: jemand bietet etwas an, und der andere nimmt es an oder lehnt es ab. Ich weiß, dass manche sagen würden, dass ich das Folgende nicht tun darf, aber ich biete es dir an, und du kannst annehmen oder ablehnen. Ruf mich über Weihnachten an.

 

Luder und der Bankfuzzi

Um das ganze Geld, das ich momentan über habe, nicht nur für Schuhe und Kleidchen und Chips zu verprassen, nehme ich endlich das Angebot meiner Bank in Anspruch. Ich lasse mich beraten. Zunächst über all die Änderungen, die für Fonds und Kontoführung und Allgemeine Geschäftsbedingungen angekündigt wurden. Bevor ich mich durch einen Wust von Schreiben und Listen und seitenweise AGBs kämpfe, lasse ich mir lieber erklären, was das speziell für MICH bedeutet. Um es knapp zu sagen – nicht viel. Er will mir noch sagen, dass Online-Banking günstiger sei, aber davon nehme ich lieber Abstand. Solche sensiblen Daten durch den Äther zu schicken, bereitet mir einfach Unbehagen.

Aber ich interessiere mich dafür, wie ich mein Geld auf unterschiedlich hohe Kanten legen kann, um dennoch im Notfall liquide sein zu können. Zahlen, Zinsberechnungen, Aktien und meine Wenigkeit leben nämlich nicht in der selben Welt, darum greife ich auf den Fachmann zurück. Bei Kaffee und belgischem Karamelkeks. AV (was in diesem Falle für Altersvorsorge steht), europäischer Fonds, Tagesgeldkonto, Renditekurven und eine Diskussion darüber, ob einmal im Quartal für 150 Euro die gleichen Gebühren anfallen wie für monatlich 50 Euro flitzen in unserem Gespräch hin und her. Muskulöser Oberkörper, aber ziemlich dicke Brillengläser. Dann konzentriere ich mich wieder auf seine Ausführungen.

„Für das Angebot bräuchte ich eine Mailadresse, aber die haben Sie ja nicht.“ – „Wie bitte? Ich habe *überleg und in Gedanken mitzähl* einige – welche wollen Sie?“ – „Mailadresse haben aber kein Onlinebanking wollen?“ (Dieser Gedankengang erschließt sich mir nicht ganz, aber statt zu diskutieren bewundere ich lieber seine Oberarme in seinem Hemd.) „Also gut“, meint er, „geben Sie mir die Adresse, die Sie am meisten nutzen.“ – „DIE kriegen Sie nicht!“ antworte ich mit einem Grinsen. Er grinst zurück. Und ab da ist er plötzlich viel entspannter, kann lächeln, reagiert auf einen meiner Witze und macht sogar selbst einen. Wieder grinst er. „SIE sind Schuld, Sie haben damit angefangen!“

Ein Kunde ist ein Kunde. Aber eine Kundin mit einer Mailadresse, die sie nicht einfach preisgibt, ist offenbar kundiger. Löst Muskeln und Stimmung.

Eine monatliche Sparrate für seine Gedanken!

 

…..

Abserviert

Meine Beiträge chronologisch zu schreiben, fällt mir ohnehin schwer. Und heute muss ich zur Verarbeitung meiner aktuellen Situation mir selbst dazwischen grätschen.

Selten finde ich bei der Arbeit in der Pause die Muße, mich virtuell in meinem Freizeitbereich aufzuhalten. An diesem Montag hatte ich sie, und da war jemand bei mir virtuell aufgetaucht und gab mir ein eindeutiges Zeichen des Gefallens. Ich tauchte bei ihm auf und habe sofort nach dem Lesen dieses eindeutige Zeichen bestätigt. Und das tu ich selten – ich habe gerade nachgerechnet: in nur 0,4% aller Fälle! So auf Anhieb hat mir lange niemand mehr gefallen.

Daraufhin schickte er mir eine Mail. Die mich nicht minder überzeugte. Der frühe Abend ließ uns ein paar Gedanken wechseln, und schnell waren wir uns einig, uns am Ende der Woche zu einem Kennenlernen zu treffen, zu einem Blind Date, da wir uns vor allem auf der geistigen Ebene begegneten und daher das Gesicht nebensächlich wäre. Das wird schon passen, dachte ich mir. Daher machte ich den charmanten (seine Meinung) Vorschlag, mit dem letzten Buch aufzutauchen, welches wir jeweils mit Freude verschlungen hätten, um es dem anderen dann evtl. in die Hand zu drücken.

Zur vereinbarten Zeit kam ich also zum Treffpunkt, und beim Blick über die Gäste erkannte ich ihn an seinem erkennenden Blick (mein Buch war nämlich sehr dick und passte nicht in die Handtasche). Gutes Gesicht. Guter Mann. Markant. Geschmackssache, aber definitiv nicht zum Rückwärtsherausgehen. Über 2 Stunden saßen wir da und sprachen über dies und das, das Gestern, das Heute und das Morgen. Mein Buch hatte er schon gelesen. Er dagegen brachte gleich 3 mit, von dem ich mir eines aussuchte. Am Ende des Abends tauschten wir einen sehr vielversprechenden Kuss auf dem Parkplatz und waren uns bereits einig, uns wiedersehen zu wollen.

Was dann am Montag geschah. Nicht sehr lang, da er noch einen Termin haben würde, aber zur Entladung ausreichend. Es war unkompliziert, ausbaufähig, aber ohne offensichtliche Ereignisse, die ein Wiedersehen verhindern sollten. So meinte er auch beim Abschied, dass wir uns auf jeden Fall in naher Zukunft wieder verabreden sollten. Sah ich genauso.

Am nächsten Tag ließ ich ihn wissen, dass ich genau nach Männern wie ihm suchen würde und das Gefühl hätte, das passe wie die Faust aufs Auge. Er las die Mail und antwortete nicht. Was insofern ungewöhnlich war, als ich in den Tagen zuvor maximal eine Stunde auf eine Nachricht hatte warten müssen. Ich rieche Distanz, wenn ich sie lese.

3 Tage später die Antwort, auch er suche nach dem Faust-Auge-Gefühl, welches sich bei mir leider nicht eingestellt habe.

Daher werde ich wohl von weiteren Dates mit Dir absehen und mich weiter umschauen.
Hab vielen lieben Dank für Deine mir geschenkte Lust!

Wow, so geschäftsmäßig professionell bin ich ja noch nie abserviert worden! Diese Sätze werde ich mir leihen und zukünftig auch nutzen. Auf alle Fälle verzichtete er auf die Nennung von Details, was sicher einer Kränkung entgegen wirken sollte. Dass dann Selbstzweifel anspringen, was denn nicht „genug“ an oder in mir oder um mich herum gewesen sein könnte, das hatte er entweder in Kauf genommen oder nicht bedacht.

Luft holen. Nein, alles gut, das ist sein gutes Recht. Es enttäuscht nur und ist schade, und einseitige Begeisterung kenne ich ja auch aus der anderen Perspektive zur Genüge. Sei erwachsen, Luderliederlich, mach da keine große Sache draus, wenn jemand dich nicht will, dann passt es eben nicht. Jetzt bloß nicht Zicke, verletzten Stolz oder irgendwelche andere unangemessene Emotionalität aufs Tablett bringen.

Am nächsten Tag fragte ich ihn, was denn mit dem geliehenen Buch geschehen solle. „Hinterleg es doch bitte (in dem Laden, indem wir uns getroffen haben) für Herrn (ausgedachter Nachname). Ich werde es dann am Montagabend dort abholen.“

Bämm! Mitten auf die 12. So wertschätzend und rücksichtsvoll das Zitat oben noch war, so beleidigend und abschätzig kommt mir nun dies vor. Eine Frau, der man besser nicht ein weiteres Mal entgegen tritt.

Jetzt rauch‘ ich eine.

Mütter, die man lieben kann

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, eine MILF sei auf der Jagd nach jüngeren Männern. Das ist insofern falsch, als der Begriff der MILF (= Mother I’d like to fuck) nur aus der Perspektive desjenigen genutzt werden kann, der ebendiese „Mutter“ ficken will. Ob und wie viele Kinder sie hat, wird dabei ja auch nie überprüft. Mich hat jedenfalls noch kein Mann nach meinem Mutterpass gefragt. Ich hätte ihn auch nie dabei. Aber ich schweife ab.

Also nochmal: Nur der (meist jüngere) Mann kann sagen: boah, die will ich! Die Frau jedoch, die gezielt und überwiegend junge Männer jagt, ist eine sogenannte „Cougar“ und hat meist auch den entsprechenden Körperbau: schlank und drahtig. Nur so fängt sie die Kerle, die meist ja selbst noch schlank und drahtig sind. Die MILF dagegen ist oft typischerweise die Frau von nebenan, die durch ihr reiferes Alter und besonders hervor stechende weibliche Attribute die Fantasien (meist jüngerer) Männer anregt und so zum Objekt der Begierde wird. Schlank und drahtig muss sie nicht sein, es es denn, sie will vor den Männern wegrennen. Will ich aber nicht. Schon gar nicht auf hohen Hacken.

Wie komm ich darauf? Durch meinem ersten Urlaub, den ich völlig allein verbringe. Alleine gebucht. Alleine geflogen. Alleine Koffer gepackt, lauter Sachen, die zum Urlaub in Wärme und am Strand passen. Kein „DAS willst du anziehen?“ dabei hören. Am Hotel steige ich aus dem Bus und ziehe in meinem süßen Kleidchen den Koffer hinter mir her. Vor dem Haupteingang lauter junge Menschen, die sich unterhalten, überwiegend Männer. Shorts, Sonnenbrillen, Flip-Flops, vereinzelte T-Shirts mit „I ❤ MILF“-Aufdruck. Hier bin ich richtig.

Aufstehen, wann ich will. Frühstücken gehen, wann ich will. Zum Pool oder zum Strand gehen, wann ich will. Es findet sich auch leichter ein Platz am Pool, wenn man keine zwei nebeneinander stehende Liegen braucht. Auf niemanden warten, niemanden fragen müssen. Nickerchen machen, wann ich will. Lesen, soviel ich will, mich nicht unterhalten oder irgendwen bespaßen müssen. All Inclusive, sogar inklusive Flirts. Traumurlaub! Und sie gefallen mir, die anderen Gäste. Gut gelaunt, keine deutschen Pauschaltouristen, die sich über das Essen, das Wasser, andere Gäste beschweren. Ok, ich lerne auch ein deutsches Paar kennen, mit dem ich mal am Pool liege und quatsche oder abends in der Bar zusammen sitze. Aber es bleibt unverbindlich, wenn ich nicht da bin, ist es auch gut. Ein Bonus, die beiderseitige Kür, nicht aber die Pflicht.

Abends nach dem Essen, bevor die Bar aufmacht und auch währenddessen, sitzt man oft draußen vor dem Eingang (und dem Übergang zum anderen Gebäude) auf den Mauern, raucht, trinkt, kommt ins Gespräch. Auf englisch, spanisch, deutsch, französisch, niederländisch, oder einer Mischung aus allem. Auch mit Händen und Füßen. Meist antworte ich spontan auf deutsch, wenn dann das Gesicht fragend aussieht, wiederhole ich auf englisch und ergänze mit spanisch oder französisch. Also, mit den Brocken, die ich noch beherrsche. Ich stelle fest, dass mein Spanisch eher eine Mischung aus Spanisch und Italienisch ist. Dabei kann ich gar kein Italienisch….

An diesem Abend kommen wir mit den Hüften ins Gespräch. Ich sitze auf der Mauer mit einem Becher Getränk (All-Inclusive Cocktail, der einen Caipi darstellen soll. Also viel Saft, weniger Alkohol. Kennt man ja, wenn es kostenlos ausgeschenkt wird.), als eine Gruppe Jungs dazu stößt. Einer pflanzt sich neben mich und stößt dabei mit seiner an meine Hüfte, so dass mein Getränk überschwappt und ihm auf den Oberschenkel platscht. Ich wische ihm (scheinbar verlegen) den Großteil vom Oberschenkel, lecke danach meine Finger einzeln ab. An diesem Punkt habe ich ihn an der Angel. Denn er lacht und stößt mich mit Absicht noch einmal an, aber da halte ich den Becher natürlich schon fest und strecke ihm die Zunge raus. Da setzt sich ein anderer (P) an meine andere Seite. Er wird von dem ersten (M) ermutigt, mich auch anzustupsen, damit er ebenfalls etwas von meinem Getränk auf den Oberschenkel bekommt. Und ich tu ihm den Gefallen, mit anschließend gespielter Scham die Arme hochreißend. So sind wir also im Gespräch über das woher, wie alt, mit wem oder alleine, wie lange schon, wie lange noch, was heute Abend noch. Irgendeiner holt immer neue Getränke, und wir amüsieren uns bombig. Etwas über eine Stunde lang. In der Zwischenzeit haben die beiden getuschelt, und ich lasse sie.

Ob wir nicht oben weiter machen wollten, da die Bar doch gleich zumache. Die beiden hätten ein Zimmer mit Blick auf das Meer und den Yachthafen. Also werden noch ein paar Getränke geholt, und wir bewegen uns in den Fahrstuhl – mit je zwei Bechern in der Hand. Kleiner Fahrstuhl. Eng. Da ich die Hände voll habe, kann ich mich natürlich nicht wehren, als (M), der an der Wand des Fahrstuhls steht, seine Arme (nebst Bechern) um mich schlingt, um mich zu küssen. Dabei drückt sich (P) von hinten an mich heran, und ich bin eingekesselt. Aber nicht lange, denn das Hotel hat nur 5 Stockwerke. Die beiden gehen vor, die Zimmertür wird aufgepiepst, (P) stellt seine Getränke weg, nimmt mir dann meine ab, und als als mich zu (M) umdrehe, zieht dieser mich an sich heran, um mich wieder zu küssen. Erstaunlich sanft. Man könnte bis hierher ja meinen, wir hätten es mit sehr ungestümen, dauergeilen, ungeduldigen Mittzwanzigern zu tun. Nein, er küsst mich sanft, fährt dabei mit seinen Händen durch meine Haare und scheint es gar nicht eilig zu haben. Er führt mich zum Bett, aber statt mich darauf zu setzen, beugt er mich darüber, und ich stütze mich mit den Händen ab. (Dabei klatsche ich innerlich mit den Händen und hüpfe auf und ab. Also auch innerlich.) Währenddessen sitzt (P) auf der anderen Seite des Doppelbettes und schaut mir direkt ins Gesicht. Anschließend wird kaum noch gesprochen.

(M) schiebt mir den Rock hoch und streicht mir über die Pobacken. Er knetet beide ein wenig, klatscht dann mit der flachen Hand auf die rechte Seite. Er schiebt den String zur Seite und fährt mit dem Mittelfinger vom Damm ausgehend hin und her. Dabei gibt er einen Laut des Gefallens von sich. Er lässt den Finger einmal tiefer gleiten und holt die Nässe hervor, um sie dann wiederum mit zwei oder drei Fingern mit einer stetigen Bewegung von Klit bis Anus zu verteilen. Vielleicht gibt er (P) mit den Augen einen Wink, der jedenfalls kramt aus einem Koffer eine Schachtel mit Kondomen heraus und wirft ihm eines davon rüber. Zu diesem Zeitpunkt bin ich derart geil und ungeduldig, auch weil (P) mir die ganze Zeit ins Gesicht schaut, dass mich das Geräusch, das (M) macht, um das Kondom in die richtige Richtung zu pusten, total entzückt. Er setzt seine Eichel an und spielt mit mir. Er entscheidet, mich jetzt noch meines Strings zu entledigen. Er lässt die Eichel an meinem Eingang kreisen, fährt auf und ab, steckt sie immer wieder mal hinein, zieht sie wieder heraus, so dass ich bereits mit dem Hintern wackle, um meine Ungeduld zu signalisieren. Da bricht er mit einem Mal hinein, schiebt ihn bis zum Anschlag und hält ihn. Ich weiß, wie sich mein Gesicht dann verändert – ein Blick voller Erleichterung und Wonne. Er stößt ein paarmal tief zu, immer nur kurz. Stoß, halten. Herausziehen, Stoß, halten. Herausziehen, Stoß, halten.

Nun zieht sich (P) aus und rutscht näher zu mir. Er zieht mir mein Top über den Kopf, fummelt den BH aus und hält mir seinen schon harten Schwanz vor das Gesicht, klapst jeweils zärtlich mit ihm auf meine Wangen. Ich bin dann wie ein Kind, das den Löffel mit dem süßen Brei vor der Nase hat und verfolge ihn mit dem Mund, um ihn endlich zu umschließen. Weil er nicht nah genug ist, kann ich nur ein bisschen lutschen, und jedesmal, wenn der Stoß von hinten kommt, verliere ich den Schwanz kurz. Nun winkt mich (P) zu sich heran, und ich komme mit den Knien auf dem Bett zu hocken. (M) stellt ein Bein auf und hält sich an meiner Hüfte fest, er fickt mich nun schneller, so dass ich mit (P)s Schwanz im Mund immer wieder in dessen Schoß gedrückt werde.

Ich liebe es!

Das Stöhnen von drei Menschen, der gleichmäßige Rhythmus des Zusammengeschobenwerdens zwischen zwei Schwänzen, der Duft der Geilheit, und wie es sich von einer zufälligen Begegnung so unkompliziert zu diesem lustvollen Tun entwickelt hat, das alles lässt mich rasend geil sein. Immer wieder stößt er zu, klatscht mir dabei auf den Arsch, wird schneller und dann plötzlich langsam. Er zieht seinen Schwanz raus, pfeffert das Kondom an die Wand, und da wird es schon heiß auf meinem Rücken. (M) sackt kurz über mir zusammen, ich bekomme nun mehr Gewalt über den Schwanz in meinem Mund, greife die Wurzel, während ich an ihm sauge. Da spüre ich, wie ein Handtuch über meinen Rücken gewischt wird. Mein Spanisch reicht nicht aus, um etwas über Kollagen und Verschwendung zu sagen. (P) legt mich nun hin und schiebt mir seinen Schwanz von oben in den Mund. Langsam, nicht zu tief, er taucht ihn vielmehr stetig in mich hinein. Dabei kümmert sich (M) nun mit Zunge und Fingern um meine Möse, lässt mich zucken und in den Schwanz in meinem Mund stöhnen.

Kurzes Durchatmen, aber (P)s Schwanz ist ja immer noch hart. Nun zieht auch er sich ein Gummi über, legt sich lang hin und heißt mich mit einer winkenden Geste seiner Finger, ihn aufzunehmen. Wenn ich auch keine gute Reiterin bin, setze ich mich doch auf ihn, und er knetet dabei meine Brüste. Dann zieht er mich zu sich herunter und küsst mich mit einer Hand in meinem Nacken. Dabei stößt er von unten zu. Kurz und knapp. Küssend, stoßend. Küssend, stoßend. (M) murmelt etwas und bringt mich wieder zum Aufsitzen, damit ich seinen Schwanz in den Mund nehmen kann. Während er in mir wächst, knetet (P) meine Titten und stößt hin und wieder zu. Wachsen, kneten, stoßen. Wachsen, kneten stoßen. Nachdem (M) hinreichend gewachsen ist, zieht (P) mich wieder zu sich herunter. (M) knetet wieder meinen Po, verteilt die Nässe aus meiner zwar gestopften, aber dennoch geöffneten Möse an der Rosette und setzt wieder seine Eichel an. Ganz langsam, er lässt mir Zeit, mich zu öffnen, aber in Situationen wie dieser bin ich ohnehin unempfindlicher, und der kurze Druck, wenn die Eichel eindringt, geht unter in meiner Geilheit.

Schaukeln. Je ein kurzer Stoß von unten, ein sanftes Gleiten von hinten. Ich wünschte, ich könnte fühlen, was sie fühlen, ob sie einander fühlen, wie die Bewegung in dieser gestopften Stute sich anfühlen mag. Ich genieße es, gefüllt zu sein. Kurzer Stoß von unten, sanftes Gleiten hinten. Dabei (P) küssend. Am Rücken und im Nacken schwitzend. Schaukeln. Häufiger Stöße von unten, schnelleres Gleiten hinten. Stöhnen dreier Menschen. Ich komme zuerst. Die Reibung, der Druck an allen Stellen des Klitorisstranges gleichzeitig und die Stöße im Innern, sie lassen mich so tief röhren, dass die Zimmernachbarn auch was davon haben. Durch mein Zucken kommt (P), weil ich ihn derart massiere und melke, dass es ihm einfach kommen muss.

Ich habe keine Ahnung, ob die beiden das schon öfter gemeinsam getan haben, jedenfalls wirken sie wie ein eingespieltes Team. So entspannt. So geduldig. Dass sie eine Fremde so liebevoll behandeln, spricht sehr für ihre Gesinnung. Und so können wir hinterher vertraut und entspannt auf dem Bett herumliegen und die mitgebrachten Getränke gegen den Flüssigkeitsverlust nutzen. Der zweite Becher wird auf dem Balkon mit Blick auf das Meer geleert. Bevor sich die Frage nach einer Fortsetzung oder Wiederholung stellt, gehe ich. Das lässt sich gerade nicht mehr toppen.

 

Regel Nummer 1: Lass sie im Glauben, sie hätten dich aufgerissen, nicht du sie.

Schließlich stärkt es ihr Selbstbewusstsein, die reife Frau erobert zu haben. Überhaupt stärkt es ihr Selbstbewusstsein, erobert zu haben und sie an den Haaren in die Höhle geschleift zu haben. Nimm ihnen das nicht weg, sie brauchen das. Erfolge pflastern den Weg zu weiteren Erfolgen.

Regel Nummer 2: Trink ein wenig Alkohol oder gib vor, es zu tun.

Eine Frau nämlich, die nicht ein klein wenig durch Alkohol enthemmt ist, würde doch nie mit jüngeren Männern auf das Hotelzimmer gehen, es sei denn, sie hätte alles geplant. Jaja.

Regel Nummer 3: Trink nicht zuviel Alkohol.

Wer will schon eine Frau, die nur Sex hat, wenn sie besoffen ist? Niemand. Jedenfalls kein Mann mit Stolz und Würde.

Regel Nummer 4: Trage einen Slip.

Es darf gerne der kaum vorhandene String sein. Eher kein Spitzenpanty (das könnte zu sehr nach „ich suche romantische Beziehung“ aussehen), alles was größer ist, hast du dir hoffentlich ohnehin längst abgewöhnt. Trägst du nämlich keinen Slip, könnten sie meinen, du tätest sowas öfter und seist eine Schlampe. Soll heißen, DANN könnten sie drauf kommen.

Regel Nummer 5: Kein Dirty Talk beim Sex.

Entspricht der Erklärung von Regel Nummer 4 und schützt wiederum Regel Nummer 1.

Regel Nummer 6: Trage nicht zu hohe Schuhe. 

Absatz darf sein, ein dünner auch, Klappern ist auch ok. Aber lass die Finger von den Fick-Mich-Schuhen, die du sonst zu bestimmten Anlässen trägst. Also keine Schuhe mit mehr als 10 cm in silber, gold oder Lack – wahlweise in rot oder weiß. Greif lieber zu denen mit wenigen Zentimetern, die dann auch lackglänzend sein dürfen, gerne vorne spitz zulaufend. Das sieht beiläufiger aus, nicht so geplant.

Wie es uns geht?

Lass es mich dir so erklären:

Lange Zeit war ich die einzige Pflanze auf seiner Terrasse. Er hegte und pflegte mich, und er wusste, wie er das zu tun hat. Mit Liebe, Aufmerksamkeit, besonderen Pflegemitteln. Ja, er gab quasi Seminare über die Pflege einer Pflanze wie mich, die er als ganz besonders innerhalb der Botanik wahrnahm und darstellte. So weit, so gut.

Dann kamen andere Pflanzen hinzu. Ich freute mich darüber, denn so war ich nicht die einzige. Mir gefiel es, nicht mehr die alleinige Verantwortung dafür zu tragen, dass er glücklich ist, und glücklich wollte ich ihn ja sehen. Er kümmerte sich weiterhin um mich und pflegte mich, wenn auch die Seminare nachließen. Auch, wenn er die anderen goß und düngte, so wurde ich dennoch exklusiv gebadet.

Aber dann. Ich weiß nicht, wie es geschehen konnte, ob ich es hätte verhindern können. Er goß mich wie die anderen. Die Worte, die er an mich richtete, waren nicht mehr exklusiv. Wir standen gleichwertig nebeneinander, er machte keinen Unterschied mehr, welche Pflanze er am liebsten hatte. Und wenn er gerade eine andere gepflegt hatte und direkt danach zu mir kam, erschien mir seine Pflege routiniert, pflichtbewusst. Der Dünger wurde fad. Eines Tages vergaß er, mich zu gießen. Wirklich: er vergaß mich einfach!

Da wusste ich, dass ich nichts Besonderes mehr für ihn war und machte mich vom Acker von seiner Terrasse. Lieber stehe ich wieder alleine in der Botanik, als dass ich eine gleichwertige unter Vielen bin.